1852

Gründungsjahr von Maestrani

Ludovico Aquilino Maestrani, genannt «Aquilino», hatte von seinem Vater die Schokoladenmacherei in der Lombardei erlernt. Die nach italienischen Rezepten hergestellten Schokoladenspezialitäten galten damals als etwas «ganz Besonderes». Nach langen Lehr- und Wanderjahren begann Aquilino 1846 selber mit der Schokoladenherstellung. 1852 liess er sich in Luzern nieder und eröffnete an der Krongasse in Luzern ein eigenes Geschäft. 1852 gilt deshalb als eigentliches Gründungsjahr des heutigen Unternehmens.

1859

Umzug an die Multergasse
in St. Gallen

1859 verlegte Aquilino seinen Betrieb nach St. Gallen und richtete sich im Haus «zur Meise» an der Multergasse ein. Schon 13 Jahre später erwarb er das Nachbarhaus, um es abzubrechen und einen für die damalige Zeit sehenswerten Prachtbau, das «Marmorhaus», zu erstellen. In diesem Gebäude konnten nun schöne, moderne Ausstellungs- und Verkaufsräume eingerichtet werden, in denen nebst Schokolade auch andere Delikatessen und Südfrüchte angeboten wurden. Aquilino hatte mittlerweile in seinen drei Söhnen Ludovico, Roberto und Savino tüchtige Helfer erhalten.

1875

Die Nachfrage steigt weiter an

1875 überstieg die Nachfrage nach Maestrani Produkten die vorhandene Produktionskapazität. Das junge Familienunternehmen sah sich nach einem Fabrikgebäude um und fand ein solches im Espenmoos im Osten der Stadt St. Gallen.

1880

Aquilino Maestrani stirbt

1880 verstarb Aquilino Maestrani und wurde in St. Gallen beigesetzt. Sein Grabmal wurde nach Aufhebung der Grabesruhe nach Aquila im Bleniotal Tl versetzt. Die drei Söhne führten das vom Vater geerbte Unternehmen als Kollektivgesellschaft A. Maestrani & Co. weiter und die Aufwärtsentwicklung hielt an.

1884

Kauf der ehemaligen Spinnerei in St. Georgen

Aus der einstigen Klostermühle und Spinnerei in St. Gallen entstand nun der Fabrikationsbetrieb. Damals schon war der Name Maestrani ein Begriff für gute Schokolade. Nicht zuletzt aus diesen Gründen wurde Maestrani 1884 zum Hoflieferanten des Königs Umberto von Italien ernannt.

1912

Maestrani Schweizer
Schokoladen AG

1912 erhielt die Firma den noch heute gültigen Namen Maestrani Schweizer Schokoladen AG. Nach anfänglichem Aufschwung brachten speziell die Jahre des Ersten Weltkriegs Rückschläge, die sich bis in die Nachkriegszeit fortsetzten. Auch die Jahre während des Zweiten Weltkriegs blieben nicht ohne Probleme und brachten vor allem eine Verknappung der Rohmaterialien. Der Weg zu den Erfolgen war kostenintensiv: Bauliche Erweiterungen und die Installation neuester Maschinen waren nötig, um verlorenes Terrain zurückzugewinnen und die Fabrik weit über ihre frühere Bedeutung hinauszuführen.

1998

Übernahme von Munz

Maestrani kauft die Schokoladenfabrik Munz in Flawil SG. Ein Jahr später begann der Neubau einer Fabrikationshalle in Flawil. 2003 und 2004 wurde die ganze Produktion und Verwaltung von St. Gallen nach Flawil verlagert.

Heute

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